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Tabellarischer Lebenslauf
1730
Am 02. März wird Gottfried Christoph Beireis als Sohn des Bürgermeisters in Mühlhausen/Eichsfeld geboren.
1750
Beireis studiert in Jena die Rechte, Mathematik und Naturwissenschaften
1754
siedelt er nach Helmstedt um und ist der dortigen Universität zugehörig.
1755
veröffentlicht er sein akademisches Programm "Über den Nutzen und die Unentbehrlichkeit der Naturgeschichte".
1756
Er beginnt ein Medizinstudium in Helmstedt.
1759
wird Beireis von Herzog Carl I. von Braunschweig zum Professor publicus ordinarius für Physik ernannt. Im gleichen Jahr wird er auch zweiter Professor für Chemie.
1761
wird ihm außerdem noch die Professur für Medizin an der Helmstedter Alma Mater Julia-Carolina übertragen.
1762
ernennt ihn der Herzog von Mecklenburg zu seinem Leibarzt, und später wird er noch "Herzoglicher Leibmedicus" des Herzogs von Braunschweig.
1766
wird Gottfried Christoph Beireis zum Hofrat ernannt.
1768
bekommt er für Chirurgie seine dritte Professur übertragen.
1784
Besuch von dem Physiker Alessandro Graf Volta, Professor an der Universität Pavia. Im Auftrag des Kaisers Josef II. besucht ihn der Chirurg Antonio Scarpa, auch er ist Professor an der Universität Pavia.
1789
Besuch von Alexander von Humboldt, der sich begeistert über Beireis` Sammlung von (Musik-) Automaten des französischen Mechanikers Jacques de Vaucanson (1709-1782) und die Sammlung konservierter anatomischer Präparate des Berliner Arztes Johann N. Lieberkühn (1711-1756) äußert. Weiterhin sammelt Beireis Mineralien, medizinische Präperate, antike Münzen, feinmechanische Geräte und Kunstwerke.
In einer Beurteilung durch einen Universitätskollegen heißt es über ihn:
"Viel Beifall, sehr fleißig, täglich 10-12 Collegs, dazu starke Arztpraxis. In allen Zweigen ist der Vortrag deutlich und angenehm..."
1803
Als Leibarzt des Herzogs Carl Wilhelm Ferdinand wird er Präsident des Braunschweigerischen Medizinal-Kollegiums und Mitglied verschiedener medizinischer, ökonomischer und literarischer Gesellschaften. Durch seine Vortragsweise und dazugehörigen Kenntnisse strömten bald Studenten aller Fakultäten zu ihm.
1805
Vom 17.bis 19. August besucht Deutschlands größter Dichter, Johann Wolfgang von Goethe, den Helmstedter Universitätsprofessor und Wundermann Gottfried Christoph Beireis. Als Hausarzt der gräflichen Familie von Veltheim führt Beireis den Dichter auf dem Schloss zu Harbke ein.
1809
Am 29.05. feiert Beireis sein 50stes Jahr als Professor.
Am 13.09. erkrankt Beireis an einer bösartigen Ruhr.
Am 18.09. stirbt Gottfried Christoph Beireis in Helmstedt an den Folgen dieser Krankheit. Sein Leichnam wird drei Tage später in einem Gewölbe der St. Stephaniekirche beigesetzt.
1810 wird im Mai die Universität zu Helmstedt auf Befehl Napoleons geschlossen.
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